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«Ich nehme das Schlussresultat sportlich»

Als einziger Schwinger des Rapperswiler Verbandes nahm Florian Riget am Sonntag am Unspunnen-Schwinget teil. Trotz verpasstem Ausstich zieht er eine positive Bilanz.


Von Matthias Dörig


Die Vorzeichen standen eigentlich gut, als Florian Riget am Samstagnachmittag Richtung Berner Oberland aufbrach. «Ich hatte in der Vorwoche die üblichen Trainings absolviert und fühlte mich fit. Auch die Entzündung meines Ellenbogens hatte ich mit Hilfe von Medikamenten im Griff, so dass ich top motiviert und voller Vorfreude nach Interlaken reiste.» Der Wettkampf am Sonntag verlief dann aus sportlicher Sicht aber zäh. Mit zwei gestellten und zwei verlorenen Gängen verpasste Riget den Ausstich und somit das persönliche Ziel, sechs Gänge zu schwingen.


Anschwingen mit einem Bekannten

Im ersten Gang griff der «Rapperswiler» mit dem Zuger Teilverbandskranzer Roland Reichmuth, dem jüngeren Bruder des späteren Unspunnen-Zweiten Pirmin Reichmuth, zusammen. «Für mich eigentlich eine Wunschpaarung», sagt Riget. «Ich hatte in Vergangenheit schon zwei Mal das Vergnügen mit ihm und konnte mich daher gut auf ihn einstellen.» In der Begegnung 2022 auf der Rigi war Riget als Sieger vom Platz gegangen, 2023 auf dem Brünig behielt Reichmuth das bessere Ende für sich. Bei der dritten Begegnung am Sonntag in Interlaken resultierte nun ein Remis, nachdem Riget im Bodenkampf durch einen unglücklichen Armwechsel seinen Gegner entwischen liess.


Im zweiten Gang traf Florian Riget auf den Eidgenossen Patrick Räbmatter. «Ich ging motiviert in den Kampf und hoffte, meine Chancen als Aussenseiter zu nutzen.» Die Hoffnung, dem Aargauer Schwergewicht Paroli bieten zu können, zerschlugen sich aber rasch. «Räbmatter hat mich schlicht überfahren» fasst Riget das Ende dieses Kampfs zusammen.


Glücklos blieb im weiteren auch das Aufeinandertreffen mit dem Luzerner Teilverbandskranzer Urs Doppmann im dritten Gang, bevor in der vierten Begegnung des Tages gegen den Urner Teilverbandskranzer Michael Zurfluh ein weiteres Remis resultierte. «Natürlich wusste ich, dass für den Ausstich ein Sieg im vierten Gang zwingend sein würde, was mich noch einmal richtig anspornte. Leider gelang es mir aber nicht, die gegebenen Chancen zu nutzen.»


«Teilnahme war mir eine Ehre»

So bedauerlich das frühe Ausscheiden des 27-jährigen Aussendienstmitarbeiters aus Schänis auch ist: Riget hadert nicht. «Ich nehme das Schlussresultat sportlich. Dass ich an diesem traditionsreichen Anlass überhaupt dabei sein durfte, war mir eine Ehre und ein grossartiges Erlebnis.» Über den eigenen 26. Schlussrang tröstet zudem hinweg, dass das Nordostschweizer-Team am Ende des Tages den Thurgauer Samuel Giger als Festsieger feiern durfte. «Der Zusammenhalt im NOS-Team ist grossartig. Wir mögen uns unsere Erfolge gegenseitig gönnen und sind in den letzten Monaten zu einem eingeschworenen Team zusammengewachsen. Ich bin stolz, hier dazuzugehören.»


Die Gesundheit im Auge behalten

Wie geht die Saison nun weiter? In zwei Wochen stünden in Wigoltingen eigentlich noch die eidgenössischen Nationalturntage auf dem Programm. Ob Riget an den Wettkämpfen teilnehmen wird, lässt er im Moment aber noch offen. «Ich muss schauen, wie es mit meinen Ellenbogen und meinem Handgelenk, das ebenfalls lädiert ist, weitergeht.» Falls eine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, sei die Saison 2023 für ihn wahrscheinlich beendet.

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