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Schwingerfamilie in Amden herzlich empfangen

Mit dem offiziellen Empfang der Schwinger, Steinstösser, Funktionäre und OK-Mitglieder fand das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest Glarnerland+ für den Schwingerverband Rapperswil und Umgebung seinen würdigen Abschluss. Rund 200 Schwingerfreunde aus der ganzen Region erwiesen den Rückkehrern die Ehre.
 

 

Text und Fotos: Matthias Dörig

 

Die Fahnen flatterten wild im Wind, als sich der Festzug – angeführt von der Trychlergruppe Leistkamm – von der Hauptstrasse hinunter zum Gallussaal bewegte. Dunkle Wolken und auffrischender Wind kündigten ein Gewitter an, weshalb der Einzug kurzerhand einige Minuten vorverlegt wurde. So erreichte die Festgemeinde trockenen Fusses den Saal, wo die Kinderformation Ammler Bergspatzen mit einem rührenden Vortrag die Feier eröffnete.

Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt

Florian Frei, Vizepräsident der gastgebenden politischen Gemeinde Amden, fasste in seiner Begrüssung seine Eindrücke des zurückliegenden Festwochenendes in treffende Worte. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Zusammenhalt der Schwingerfamilie, vom gegenseitigen Respekt im Zweikampf und von der starken Team-Leistung des Nordostschweizer Verbands. «Ihr habt uns in Mollis wichtige Grundwerte in Erinnerung gerufen», sagte Frei.

Adrian Oertig, Präsident des Schwingerverbands Rapperswil und Umgebung, zeigte sich vor allem stolz: auf Florian Riget, Pirmin und Sandro Gmür, Andreas Zielger und Manuel Weber, die den Verband in Mollis ehrenvoll vertraten; aber auch auf die 24 Frauen und Männer aus dem Vereinsumfeld, die sich im ESAF-OK engagierten – sowie auf die zahlreichen Helferinnen und Helfer aus der Region Zürichsee-Linth. «Alle zusammen haben dieses wunderbare Fest erst möglich gemacht. Einfach beeindruckend, was alles möglich ist, wenn alle am gleichen Strick ziehen», sagte Oertig.

Abschiedsgala am Verbandsschwingfest

Teilverbandskranzer Remo Büchler führte unterhaltsame Interviews mit seinen Schwingerkameraden, mit Kampfrichter Ivo Zwingli, den regionalen Ehrendamen Sina Steiner und Nadja Lacher sowie dem Kaltbrunner Steinstösser-Quartett: Manfred Brunner, Adrian Rüegg, Markus und Gabriel Schatt. 

Florian Riget und Pirmin Gmür bestätigten, dass ihr Abschied aus dem Sägemehl unwiderruflich bevorsteht. Am 12. April 2026 wollen die beiden am Verbandsschwinget in Weesen aber noch einmal antreten. Riget denkt sogar darüber nach, am 31. Mai auch noch das St. Galler Kantonalschwingfest in Schmerikon zu bestreiten. 

Mit dem Rückzug der beiden Routiniers richtet sich der Blick nun auf die junge Garde: Andreas Ziegler, Sandro Gmür und Manuel Weber bestritten in Mollis ihr erstes ESAF und berichteten begeistert von der einzigartigen Stimmung. «Diese Atmosphäre werde ich nie vergessen. Das motiviert für die Zukunft», sagte Ziegler.

Der bewegendste Momente des Abends gehörte schliesslich Lokalmatador Pirmin Gmür, der sich mit emotionalen Worten bei Familie, Freunden und Wegbegleitern bedankte: «Ohne dieses grandiose Umfeld wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich danke euch von Herzen für die grossartige Unterstützung.»

Nach dem offiziellen Teil kehrte im Gallussaal Gemütlichkeit ein: Bei einem herzhaften Apéro mit Grillwürsten und kühlem Bier liess die Schwingerfamilie das ESAF nochmals Revue passieren – mit Stolz und auch ein bisschen Wehmut.

 

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