arrow down

Rapperswiler Schwinger zeigen am ESAF ihr Bestes

An beiden Tagen im Sägemehl stehen zu können – dies war das ambitionierte Ziel der fünf Rapperswiler ESAF-Teilnehmer. Für zwei von ihnen ging die Rechnung auf. Rückblick auf ein grossartiges Eidgenössisches in der Region Glarnerland+.

 

Text: Matthias Dörig
Fotos: Lars Morger (Linthzeitung), Lorenz Reifler, Matthias Dörig

 

Für Teilverbandskranzer Pirmin Gmür aus Amden hätte der Auftakt ins ESAF-Wochenende nicht besser laufen können. Er startete mit zwei glatten Zehnern auf dem Notenblatt, was seinen Vater Karl auf der Zuschauertribüne zu derartigen Begeisterungsstürmen veranlasste, als stünde der Schwingerkönig 2025 fast schon fest. Leider folgten auf diesen Husarenstreich dann aber zwei Niederlagen – der Ausstich war dank der vormittäglichen Top-Leistung aber geschafft.

Tags darauf startete Pirmin mit einem Gestellten und einem gewonnenen Gang in den Tag, bevor in der zweiten Tageshälfte dann noch einmal zwei Gestellte folgten. Am Ende des Fests klassierte sich Pirmin im respektablen 16. Rang. «Ich habe am Kranz geschnuppert und in den letzten beiden Gängen wirklich alles versucht, um es zu schaffen», bilanzierte er am Abend. Natürlich sei er ein bisschen enttäuscht, dass es am Ende nicht klappte, unter dem Strich sei er mit seiner Gesamtleistung aber sehr zufrieden.

Florian Riget aus Schänis, der zweite Teilverbandskranzer im Rapperswiler Detachement, startete mit einer Niederlage und einem gewonnenen Gang in den zweitägigen Wettkampf. Mit einem Gestellten im dritten Gang löste er das Ticket für den zweiten Wettkampftag – der vierte Gang am Samstag ging leider wiederum verloren. Am Sonntag folgten für Florian ein Gestellter und eine Niederlage – womit der Wettkampf für ihn am Mittag nach insgesamt sechs Gängen im 30. Rang endete.

Mit drei Kränzen im Jahr 2025 hatte sich Manuel Weber aus Pfäffikon ZH überzeugend das Ticket fürs ESAF Glarnerland+ gesichert. Mit einem gewonnenen Gang und drei Niederlagen endete für ihn das Fest am Samstagabend im 37. Rang. Die ESAF-Teilnahme sei für ihn ein einmaliges Erlebnis gewesen, bilanzierte er am Samstagabend. Auch wenn er sein frühes Ausscheiden bedauerte, zeigte er sich unter dem Strich mit seiner Leistung zufrieden.

Ebenfalls im 37. Rang klassierte sich Andreas Ziegler aus Kaltbrunn, der sich in der laufenden Saison seine ersten zwei Kränze gesichert hatte. Der Start ins Wochenende glückte ihm mit einem gewonnenen Gang gegen den Auslandschweizer Brendan Spahr optimal. Anschliessend folgten Kämpfe gegen zwei Teilverbandskranzer sowie gegen Eidgenosse Jonas Burch, in welchen er unterlag.

Auf den allerletzten Drücker hatte sich Sandro Gmür aus Amden mit seinem ersten Kranz am Schaffhauser Kantonalen den Weg ans ESAF geebnet. Er trotzte seinen Gegnern am Samstag zwei Gestellte ab, die anderen beiden Kämpfe endeten mit einer Niederlage. Damit endete der Wettkampf auch für Sandro am Samstagabend und zwar im 39. Rang.

Die ganze Region im ESAF-Fieber

Das ESAF direkt vor der eigenen Haustür – das liessen sich zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Umfeld des Schwingerverbands Rapperswil-Jona nicht entgehen. Auf der NOS-Tribüne herrschte an beiden Tagen eine ausgezeichnete Stimmung – nicht zuletzt dank der beeindruckenden Leistung des gesamten NOS-Teams während des ganzen Festes und der Krönung von Armon Orlik zum Schwingerkönig 2025. Auch wenn Armon weiterhin in den Farben Graubündens schwingt, ist die gesamte Region stolz auf den in Rapperswil-Jona wohnhaften König.

Ein unvergessliches Erlebnis bot das Fest auch den Rapperswiler Jungschwingern, die am Freitag am grossen Festumzug mitwirken und am Sonntag im Rahmen des Festakts in die Arena einlaufen durften. Die eindrucksvolle Choreografie mit über 900 Teilnehmenden zählte zu den zahlreichen Höhepunkten eines perfekt organisierten ESAF-Wochenendes – ermöglicht durch das grosse Engagement zahlreicher Helferinnen und Helfer aus der ganzen Region sowie aus den Reihen des Schwingerverbands Rapperswil und Umgebung.

Schwingerempfang am Donnerstag, 4. September

Ganz abgeschlossen ist das ESAF Glarnerland+ aber noch nicht. Am kommenden Donnerstag, 4. September, findet um 19.00 Uhr in Amden der Empfang der Schwinger, Steinstösser, OK-Mitglieder und Funktionäre des Vereins statt. Nach dem Einzug in den Gemeindesaal gibt es dort einen kurzen Festakt mit Ansprachen, bevor die ganze Bevölkerung zum Apéro eingeladen ist.

 

Mehr Schwingsport für dich? Werde Passivmitglied beim Schwingerverband Rapperswil und Umgebung und profitiere von exklusiven Vorteilen.