Der Schwingerverband Rapperswil und Umgebung brachte bis heute 14 eidgenössische Kranzschwinger hervor. Im Vorfeld des ESAF 2025 in Mollis stellen wir sie vor.

Kurt Schneiter (geb. 1954) aus Schmerikon war ein herausragender Schwinger mit 81 Kränzen, darunter vier eidgenössische und elf Kranzfestsiege. Er stand 1980 im Schlussgang eines ESAF, den er gegen Ernst Schläpfer verlor – seine einzige Niederlage bei vier ESAF-Teilnahmen. Schneiter war bekannt für seinen Paradeschwung, den Gammen. Trotz eines schweren Motorradunfalls kämpfte er sich zurück an die Spitze und gewann zahlreiche kantonale und NOS-Feste. Er trat 1991 zurück.
Reto Holdener (geb. 1982) aus Schänis gehörte über ein Jahrzehnt zu den konstantesten Rapperswiler Schwingern und gewann 32 Kränze, darunter einen eidgenössischen Kranz (2013 Burgdorf). Sein Paradeschwung war der Kurzzüger. Nach mehreren Anläufen gelang ihm 2013 beim ESAF mit 74,75 Punkten der Durchbruch. Rückenprobleme zwangen ihn 2014 zum Rücktritt. Holdener nahm zweimal am Unspunnenschwinget teil und war für seinen Kampfgeist bekannt.
Bruno Fäh (geb. 1979) aus Benken ist einer der erfolgreichsten Schwinger des Rapperswiler Verbandes mit insgesamt 80 Kränzen und drei eidgenössischen Eichenlauben (2001, 2004, 2010). Mit 16 gewann er sein erstes Eichenlaub und 2009 seinen ersten Kranzfestsieg am Glarner-Bündner. Er war bekannt für den Kurz-Lätz-Schwung und seine Ausdauer. Fäh nahm mehrfach am Kilchberger und Unspunnenschwinget teil und belegt in der ewigen Bestenliste des Verbands den dritten Rang.
Jean-Claude Leuba (geb. 1976) stammt aus einer Schwingerfamilie und gewann insgesamt 29 Kränze, darunter einen eidgenössischen Kranz (2001 Nyon). Mit zwei Metern Körpergrösse war er auffällig und gewann 2002 seinen einzigen Kranzfestsieg am Freiburger Kantonalen. Seine Karriere endete früh nach einer Knieverletzung 2003. Seitdem engagiert er sich als Funktionär im Verband und ist aktuell Gabenchef am ESAF 2025.

Martin Glaus (geb. 1982) aus Benken gewann insgesamt 74 Kränze und einen eidgenössischen Kranz beim ESAF 2010 Frauenfeld. Erste Kränze holte er ab 2000, 2001 sicherte er sich das NOS-Eichenlaub und qualifizierte sich fürs ESAF in Nyon. 2010 gelang ihm der Durchbruch mit fünf Siegen und drei Niederlagen. 2005 gewann er seinen einzigen Kranzfestsieg. Nach dem Rücktritt 2016 engagiert er sich als Technischer Leiter und prägt den Verband.
Dominik Oertig (geb. 1995) ist der bislang letzte Eidgenosse des Rapperswiler Verbandes. 2019 in Zug gewann er mit 74,75 Punkten seinen ersten und einzigen eidgenössischen Kranz. Er stammt aus einer Schwingerfamilie, sein Vater Hans war ebenfalls Kranzschwinger. Oertig gewann 2014 sein erstes Eichenlaub, sammelte mehrere weitere Kränze und zwei NOS-Eichenlauben. Nach 15 Kränzen beendete er 2020 überraschend früh seine Karriere.
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