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«Kurz und bündig» mit Florian Riget

Warum ESAF-Teilnehmer Florian Riget vor vier Jahren mit Schwingen aufhören wollte und dann doch weiter machte: Hier erfährst du es kurz und bündig.

 

Riget Florian

 

Interview und Foto: Matthias Dörig

 

Schwingen ist ein traditioneller Sport. Wie volkstümlich bist du?

Ich bin nicht sehr volkstümlich, höre aber je länger je lieber Ländlermusik.

Hast du ein sportliches Vorbild?

Das ist der frühere Spitzenschwinger Andreas Ulrich aus Gersau. Mir imponiert, was er mit Technik alles erreichen konnte.

 Welches war bisher dein grösster Erfolg?

Mein absolutes Highlight war das NOS 2022 in Balterswil. Trotz drei Eidgenossen auf dem Notenblatt (Armon Orlik, Martin Hersche, Domenic Schneider) konnte ich mir im 4. Rang den Kranz sichern.

Das ESAF fast vor der Haustür: Was bedeutet es für dich, dabei zu sein?

Während der Coronavirus-Pandemie studierte ich an meinem Rücktritt herum. Als im Frühling 2021 aber feststand, dass das ESAF im Jahr 2025 in Mollis stattfinden würde, entschied ich mich um. Dieses Fest wollte ich auf keinen Fall verpassen! Damals hatte ich gerade einen Kranz auf dem Konto und setzte es mir zum Ziel, in Mollis dabei zu sein. Jetzt ist es Tatsache und ich habe eine «huere Freud».

Welchen Gegner wünschst du dir für das Anschwingen?

Einer, der den Sieg genau so sucht wie ich. Dann gibt es einen spannenden Gang.

Was ist für Mollis dein persönliches Ziel?

Auch am Sonntag dabei zu sein.

Und wer wird Schwingerkönig?

Samuel Giger.

Hast du vor einem Schwingfest ein bestimmtes Ritual?

Am Vorabend genehmige ich mir gerne ein kühles Bier und ein gutes Stück Fleisch mit reichlich Penne oder Spaghetti.

Und wie ernährst du dich am Wettkampftag selbst?

Ich trinke isotonische Getränke und esse Bananen und Biberli. Am Mittag gibt es das Mittagsmenü, meistens Ghackets und Hörnli.

Du hast angekündigt, Ende Saison zurückzutreten. Hältst du auch daran fest, falls du dir einen eidgenössischen Kranz sichern kannst?

Der Zeitaufwand fürs Schwingen ist enorm. Man ist ja nicht nur an den Sonntagen weg, sondern investiert auch unter der Woche sehr viel Zeit in die Trainings. Beruf, Familie und Gesundheit lassen es in Zukunft leider nicht mehr zu, alles unter einen Hut zu bringen. Daher halte ich an meiner Rücktrittsabsicht fest.

Und was kommt nachher?

Ich verfolge den Schwingsport von der Tribüne aus (lacht). Und vielleicht übernehme ich irgendwann eine passende Aufgabe im Verband.

 

Steckbrief

Alter: 29
Wohnort: Gommiswald (bisher Schänis)
Beruf: Landwirt/Aussendienst
Anzahl Kränze: 16
Lieblingsessen: Cordon Bleu
Lieblingsgetränk: Sinalco
Berge oder Meer: Berge

 

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