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Todesanzeige

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Traurig nehmen wir Abschied von unserem geschätzten Ehrenmitglied

                                      Kari Giger

Warthausen- Dorf-Schänis

Wir danken ihm für die Verdienste um das Schwingen und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

                                                         Schwingerverband Rapperswil & Umg.

                                                         Veteranengruppe Rapperswil & Umg.

 

Trauerfeier: Mittwoch, 19. September, 10 Uhr in Schänis

Besammlung der Schwinger: 09.45 Uhr bei der Kirche

 

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Kari Giger:  kurze Karriere – lange Schwingerkameradschaft!

 

Mit dem ehemaligen Turnerschwinger Kari Giger verliert der Schwingerverband Rapperswil & Umgebung ein Ehrenmitglied, das bis zu seinem Tode das Schwingen hoch in Ehren hielt und solange es gesundheitlich ging die Schwingfeste mit Kennerblick verfolgte und kommentierte. Selbst musste der kräftige Turnerschwinger seine Karriere im Sägemehl leider allzu früh beenden, denn nach einer komplizierten Verletzung am Handgelenk musste der gelernte Maurer und Vorarbeiter die Schwinghosen schon mit 23 Jahren an den Nagel hängen. Seinen ersten Kranz erkämpfte sich der Schlungg-Spezialist am Glarner Kantonalen 1958 in Oberurnen, dem ein Jahr danach ebenfalls ein Glarner-Kranz in Glarus im guten 4. Rang folgte. Noch vor seiner verhängnisvollen Handverletzung holte er sich auch das St. Galler Laub 1960 in Uzwil. Wie erwähnt war der Schlungg sein Paradeschwung und obwohl er drei Kränze und viele Auszeichnungen gewann, wurde ihm von den Kampfrichtern in seiner ganzen Laufbahn kein einziger Zehner aufs Notenblatt geschrieben. Etwas das heute kaum mehr vorstellbar ist!

Nach seiner eher kurzen Karriere als Kranzschwinger stellte sich Kari selbstverständlich auch als Kampfrichter zur Verfügung. Auch in diesem Metier auf Stufe Verband und Kanton waren seine Dienste sehr gefragt, den seine Entscheidungen waren immer klar und korrekt.

Was den leutseligen Schänner aber besonders auszeichnete, war seine Geselligkeit und Kameradschaft. Unvorstellbar für ihn, dass man nach Training und Wettkampf nicht für kürzere oder meistens längere Zeit in der Stammbeiz Manöverkritik übte. Mehr als ein Jahrzehnt nach seinem Rücktritt besuchte er jeden Dienstag die Uebungen im Schwingkeller Schänis, stand den Aktiven mit Rat und Tat zur Seite und war natürlich auch dabei, wenn es nach dem «Löwen» oder «Bären» in Schänis noch in die March zu «Raben-Sepp» oder Fritz Schöni ins Eisenbähnli ging. Die fröhlichen Erlebnisse in dieser Zeit würden ein ganzes Buch füllen!

Kari Giger war aber zusammen mit Hans Oberholzer auch ein Mann der ersten Stunde, als es galt, in Schänis anfangs der 60er Jahre einen Schwingkeller einzurichten. Nach den schweren Ueberschwemmungen 1971, als der gesamte Schwingraum unter der Turnhalle bis zur Decke gefüllt war, stand die Zukunft des Trainingszentrums für die Gasterländer Schwinger in Gefahr. Es war nebst anderen auch Kari Giger, der sich damals im Schulrat vehement für die Erhaltung und den Ausbau der Schwinghalle einsetzte.

Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde Karl Giger an der GV 1974 zum Ehrenmitglied ernannt, eine Würde, die er zeitlebens sehr zu schätzen wusste. Nebst seinem Mandat im Schulrat wirkte Kari vor allem auch in der Fasnachtsgesellschaft Schänis aktiv mit und wurde zum Narrenkönig gewählt. Viele Jahre wirtete er mit seiner geliebten Frau Annemarie Zingg im Federihüttli. Nach ihrem frühen Tode musste auch Kari verschiedene gesundheitliche Rückschläge in Kauf nehmen und so wurde es in den letzten Jahren still um den einst so leutseligen und humorvollen Mann, der zeitlebens in Warthausen am Fusse der Federi wohnte. Allen, die ihn kannten, wird er unvergessen bleiben.

 

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