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HART ABER FAIR
Remo Büchler stellte den Schlussgang – Nötzli Drittlachender!
Durch den gestellten Schlussgang zwischen dem St.Galler Remo Büchler und dem Appenzeller Marcel Kuster wurde der der Schwyzer Bruno Nötzli Sieger am Glarner Hallenschwinget.
Nicht unverdient gewann der technisch vielseitige Turner Bruno Nötzli aus Pfäffikon das traditionelle Hallenschwinget in Niederurnen als Drittlachender, besiegte er doch im Anschwingen den einzigen Eidgenossen Edi Philipp aus Untervaz und gewann gegen die stärksten Athleten auf dem Platze. Einzig Marcel Kuster, Altstätten, konnte ihm im zweiten Gang ein Unentschieden einbrocken , das ihm den Schlussgang kosten sollte. So bestritten der Rheintaler Marcel Kuster und der Schänner Turner Remo Büchler die Endausmarchung vor rund 220 Zuschauern in der Linthescherhalle.
Büchler landete nach einem Startsieg über den Einsiedler Alex Schuler einen Husarenstreich gegen den Bündner Eidgenossen Edi Philipp, den er mit Kreuzgriff/ Gammen platt bezwang. Philipp musste darauf den Wettkampf wegen Rückenbeschwerden aufgeben. Dank weiteren Zehnern gegen Bruno Vestner, Speicher, (Schlungg abgefangen) und dem Einheimischen Roger Rychen, Mollis (Wyberhaken) qualifizierte sich Büchler trotz einer Niederlage im fünften Gang mit Bruno Nötzli für den Schlussgang. In diesem liefert er dem leicht favorisierten Marcel Kuster einen Kampf auf Biegen und Brechen, der die Zuschauer begeisterte, aber nach zehn Minuten unentschieden abgebrochen wurde. Die Podestplätze zwei für Kuster und drei für Büchler war der verdiente Lohn für zwei vorbildliche und technisch sehr versierte Kämpfer.
Rapperswiler mit guter Gesamtleistung
Die weiteren drei Teilverbandskranzer des Schwingerverbandes Rapperswil und Umgebung, Adrian Oertig, Goldingen, Tobias Riget, Schänis und Simon Kid aus Weesen schnitten unterschiedlich ab. Routinier Adrian Oertig schwang auch mit seinen nunmehr 30 Jahren mit vollem Einsatz, den vorderen Rang verdiente er sich zuletzt mit einem sehenswerten Päckli gegen Markus Stucki. Auch der grossgewachsene Weesner Simon Kid zeigte eine feine Leistung, wie er die starken Innerschweizer Adrian Steinauer und Daniel Inderbitzin herunternahem, war erste Marke und dürfte ihm Selbstvertrauen geben für die neue Freiluftsaison, die schon Anfangs April in Mels beginnen wird. Mehr Mühe hatte Tobias Riget. Ihm fehlte in der engen Halle ein Angriffsschwung, um Gegner zu bodigen, die praktisch nur verteidigen.
Sporadisch konnten sich auch die fünf Nachwuchsschwinger Gian Franco Hämmerli, Weesen, Pirmin Gmür, Amden, Dominik Oertig, Uznach, Patrick Schnyder, Schänis und Florian Riget in Szene setzen. Hämmerli, von der Postur her prädestiniert für Kurz und Schlungg, zeigte zum Schluss ein selten schönes Exemplar von einem Schlungg aus Stand gegen Roman Ackermann. Pirmin Gmür griff wie einst sein Vater Karl Gmür selbst stärkere Gegner unerschrocken an und verpasste einen vorderen Rang mit einer Niederlage zuletzt gegen den Glarner Florian Beglinger nur knapp, nachdem ihm zuvor ebenfalls ein schöner Schlungg gegen Simon Alder aus Wattwil gelang. Die ganz Jungen mit Patrick Schnyder, Florian Riget und Dominik Oertig führten technisch eine feine Klinge, sie konnten immerhin wertvolle Erfahrungen in ihrer jungen Karriere sammeln.
12. 02.2012 / Willi Giger